Hautschutzbarriere und Säureschutzmantel - was ist das eigentlich?

 

Wir waschen, berühren, pflegen und sehen unsere Haut normalerweise jeden Tag. Aber wie ist die Haut aufgebaut und wozu ist eigentlich die Hautschutzbarriere oder der Säureschutzmantel da? 

 

 

 

Als erstes Schicht unserer Haut ist da die EPIDERMIS bestehend aus einer dünnen Hornschicht, so ähnlich transparent wie Milchglas, daher können auch UV-A Sonnenstrahlen so gut in die Tiefe der Haut eindringen. Die EPIDERMIS (oder auch OBERHAUT) ist ca 0,05 bis 0,1 Millimeter dick darunter und trägt die Hautschutzbarriere und den Säureschutzmantel. Sie ist unser Haut-Schutzengel, der Einflüsse von aussen abwehrt, gegen Erreger und Bakterien kämpft und Schweiß und Talg nach aussen lässt. Die Epidermis hat vier Zellschichten: ganz oben die Hornzellschicht, darunter die Körnerzellschicht, dann die Stachelzellschicht und als unterste die Basalzellschicht. Alle Zellen beginnen ihr Leben in der untersten "Etage" der Basalzellschicht und wandern innerhalb 4 Woche nach oben, wo sie als Hornschüppchen, meistens unsichtbar, unseren Körper verlassen. Die Zellen haben in diesen 4 Wochen ein Maximum an Produktivität und produzieren kleine Kügelchen die Fett, Keratin und andere Eiweiße enthalten wo sie absterben und dann nach den 4 Wochen in der Hornschicht die Hautschutzbarriere bilden. 

 

Wenn die Hautbarriere gestört ist, können Erreger, allergieauslösende Stoffe und Gifte in unsere Haut eindringen. Die Folge ist, das unsere Haut austrocknet, verknittert und Fett und Feuchtigkeit verloren gehen. Ekzeme & Co. sind oft die Folge und auch Kontaktallergien sind nicht auszuschließen. Sanfte Pflege ist das A und O zum Bewahren einer langfristig gesunden Haut und gesunden Hautschutzbarriere. Daher sind auch in der Naturkosmetik Stoffe wie Parabene, Silikone, synthetische Parfums oder Mineralöle tabu. Sie legen langfristig die Haut "lahm" und verstopfen die Poren (Paraffinöl!). Zertifizierte Naturkosmetik regt die Haut zur verbesserten Eigenaktivität an, und unterstützt somit den Hautstoffwechsel auf gesunde Weise.  

 

Die Hautoberfläche hat normalerweise einen pH-Wert von 4,7 - 5,5, ist also relativ "sauer". Im Vergleich dazu, Magensäure hat einen pH-Wert von 1 - 1,5, Essig 2,5 Seifenlösung etwa 9-11 und Natron ca. pH-Wert 14. Die Säure auf der Haut entsteht durch Stoffwechselendprodukte wie Horntalg und Schweiß und liegt auf der Hornschicht, ein Schutz vor Eindringlingen der gleichzeitig auch als Feuchthaltefaktor dient. Wie ein Verteidigungsmechanismus bietet dieser SÄURESCHUTZMANTEL Schutz vor Abermillionen von "Eindringlingen" und wirkt so wie ein Immunsystem von aussen. Daher ist es wichtig das wir die Haut nicht überpflegen, um so den täglichen Schutz zu gewährleisten. 

 

Unter der Epidermis, also ein Stockwerk tiefer liegt die Lederhaut mit den Talgdrüsen, den Haarbälgen und den Schweißdrüsen. Und als letzte, sehr wichtige Schicht, liegt darunter die Unterhaut (subcutis) mit Arterien, Venen, ein richtiger Puffer mit dem bekannten Unterhautfettgewebe, der unserem Körper die Figur und auch wunderbare Kurven verleiht!

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